• Wolfgang Waldner

Blitzschutz


Herannahende Gewitter erkennt man an aufsteigenden Haufenwolken, Schwüle mit aufkommendem Wind, Donner und Wetterleuchten. Die Entfernung eines Gewitters lässt sich grob abschätzen: Die Sekunden zwischen Blitz und Donner geteilt durch drei ergeben die Entfernung in Kilometern.


Beispiel: Folgt der Donner einem Blitz nach zehn Sekunden, ist das Gewitter ungefähr 3,3 Kilometer entfernt – der nächste Blitzeinschlag kann bereits in unmittelbarer Nähe erfolgen!


Generell gilt: Sobald Donner gehört wird, sollten Personen die sich im Freien aufhalten Schutz suchen. Erst wenn 30 Minuten nach dem letzten Donner vergangen sind, kann man davon ausgehen, dass die Gewittergefahr vorbei ist. Neben Gewitterfronten gibt es auch örtliche Wärmegewitter, die vor allem im Sommer bei geringem Wind und hoher Sonneneinstrahlung in den Nachmittagsstunden entstehen. Bei dieser Gewitterart besteht eine Gefährdung bereits beim ersten Blitz.


Geschützte Bereiche sind z.B. in Autos oder in und um Gebäuden mit Blitzschutzsystem. Generell gilt, dass metallische Objekte (Biwak-Schachteln, u.Ä.) wie ein Blitzschutzsystem wirken und somit auch einen gewissen Schutz davor bieten können. In den geschützten Bereichen sind ggf. weitere Schutzmaßnahmen gegen Überschlags-, Berührungs- und Schrittspannungen durchzuführen. Hier kommt es auch auf das richtige Verhalten der Personen an.


Das Tragen eines Funkgerätes in der Hand erhöht die Gefahr nicht wesentlich, auch nicht wenn damit gesendet wird.


Für permanente elektrische Installationen empfiehlt sich die Planung durch einen Profi der die einschlägigen elektrotechnischen Normen und Vorschriften kennt.


Zeitweise errichtete größere Funkanlagen (mit Antennen in den Baumkronen exponierter Bäume, u.Ä.), sollten zerlegbar sein. Bei heraufnahendem Gewitter soll die Station auseinandergenommen werden können. Die Kabel werden ausgesteckt und die Antenne abgeschlossen. In der Höhe verlegte Kabel sind herunterzuholen (ein Seilzug erleichtert die Arbeit). Je mehr Kabel von der Funkstation wegführen und je länger die Kabel dabei sind umso mehr muss achtgegeben werden. Nicht nur von direkten Blitzschlag sondern auch vom Indirekten. Exponierte metallische Teile verlangen einen Sicherheitsabstand.


Soll die Funkausrüstung auch während eines Gewitters funktionieren, sollte man sich im Vorfeld von einem Profi, der die einschlägigen (elektro-)technischen Normen und Vorschriften kennt, beraten lassen. Professionelle Systeme sehen immer einen Blitzschutz vor.


In Zelten ist man vor Blitzschlag nicht geschützt, auch nicht wenn man auf einer „Isomatte“ sitzt. Ebenso bieten Wohnwagen oder Wohnmobil, ohne Metallgerüst oder metallene Außenhaut, keinen Schutz vor Blitzschlag.

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