• Wolfgang Waldner

Kurzwellenfunk


Kurzwellenverbindungen können aufgrund der sich ändernden Ausbreitungsbedingungen keine 100%-ige Verbindung garantieren. Trotzdem sind solche Geräte nach wie vor im Einsatz, da mit einer relativ simplen Ausrüstung große Entfernungen überbrückt werden können.




Der untere Kurzwellenbereich von 3-10 MHz eignet sich besonders für sogenannte "NVIS-Verbindungen". Dabei werden die Signale senkrecht nach oben gesendet und von der Ionosphäre nach unter reflektiert. Dafür werden keine Netzwerkstrukturen wie Satellitenverbindungen oder Relais-Stationen benötigt.


Zwei autonome NVIS-Stationen können ohne weitere Unterstützung eine recht zuverlässige Verbindung herstellen und aufrechterhalten. Reine NVIS-Verbindungen (ohne Bodenwelleneinfluß) sind relativ frei von Schwankungen im Empfangspegel - sowohl tagsübe als auch nachts. Die erforderlichen Antennen können ohne viel Aufwand gespannt werden. Ein einfacher Dipol reicht aus und kann, bei geringem Zeit- und Personalaufwand, leicht errichtet werden.


Nieder gelegene Gebiete in gebirgiger Umgebung sind für eine Verbindung kein Problem. Der Ausbreitungsweg ist kurz, direkt und mit geringer Streckendämpfung. NVIS Technologien können Störungen und Rauschen verringern und somit das Signal/Rausch-Verhältnis verbessern. Die geringe Streckendämpfung und das gute Signal/Rausch-Verhältnis ermöglichen ein Arbeiten mit geringer Sendeleistung, was deshalb auch ein mit Akku betriebenes Equipment ermöglicht. Unterstützt wird es außerdem noch durch digitale Betriebsarten, welche selbst schwache Signale dekodieren können.


Da das 60m-Amateurfunk-Band in der Mitte des NVIS-Spektrums liegt, eignet es sich am besten. Doch auch das 80m- und 40m-Band können verwendet werden.




Vorausgesetzt die Ausbreitungsbedingungen erlauben es, kann man mit flach abgestrahlten Signalen im oberen Kurzwellenbereich (10-30 MHz) Stationen in großer Entfernung erreichen. Dabei ist es allerdings möglich, dass näher gelegene Stationen nicht erreicht werden.


Mobilbetrieb ist auf Kurzwelle mit entsprechend großen Antennen am Fahrzeug möglich. Der Wirkungsgrad verkürzter Vertikalstrahler ist natürlich mit „ausgewachsenen“ Antennen für dieselbe Frequenz nicht vergleichbar.

Portabelbetrieb ist zusammen mit schnell aufspannbaren Antennen sinnvoll. Bei fix am Rucksack montierten Vertikalstrahlern, ist die Reichweite sehr begrenzt.


In Weltgegenden wo mit häufigen Gewittern zu rechnen ist, kann der Empfang durch häufige Blitzentladungen stark beeinträchtigt sein.


In den Polarregionen der Erde kann die Brauchbarkeit von Kurzwellengeräten aufgrund der Wechselwirkung zwischen Erdmagnetfeld und Atmosphäre in Zeiten aktiver Polarlichter eingeschränkt sein.

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